Der wohl bekannteste Feinschmecker aller Zeiten ist Lucius Licinius Lucullus, dessen Name noch heute mit Tafelluxus und feiner Lebensart assoziiert wird. Sucht man „Lucullus“ im Internet, findet man außer Restaurants, Hotels, Speisen auch Hundefutter und Zeitschriften mit diesem Namen.
Lucullus (um 117– um 57 v. Chr.) war Angehöriger des Senatorenstandes, der sich nach einer aufgrund politischer Intrigen zwangsweise beendeten Karriere als Politiker und Feldherr ins Privat‧leben zurückzog und sich dem Genuss seines Reichtums widmete. Er baute luxuriöse Villen und Gärten, legte sich eine große Bibliothek zu, in der Gelehrte gerne willkommen waren, und veranstaltete opulente Gastmähler. Da er seine schlanke Linie bewahren wollte, hatte er einen Sklaven, dessen Aufgabe es war, ihn am übermäßigen Schlemmen zu hindern, auch mit sanfter Gewalt, indem er ihm die Hand wegzog, wenn er sich einen Nachschlag nehmen wollte.
Wie hat man sich ein Gastmahl im Haus des Lucullus vorzustellen? Plutarch, ein Autor des 1./2. Jahrhunderts n. Chr., beschreibt in seiner Biographie des Lucullus dessen legendäre Gastmähler, die beispielgebend waren und zahlreiche Nachahmer fanden: „Recht protzig war die tägliche Tafel, die Lucullus hielt und bei der er nicht nur durch purpurne Decken, edelsteinbesetzte Becher, musikalische und tänzerische Aufführungen, sondern auch durch das Auftischen der verschiedensten, mit raffinierter Kunst bereiteten Leckerbissen den Neid der törichten Menge erregte“. …
Den vollständigen Artikel finden Sie in DAMALS 07/2013.
Dr. Brigitte Cech




