Manche Maispflanzen senden einen Hilferuf aus, wenn der Maiswurzelbohrer sie anfrisst: Sie sondern den Duftstoff (E)-beta-Caryophyllen (EßC) ab, um Fadenwürmer anzulocken. Denn die greifen die Raupen des Schädlings an und töten sie. Dass die Pflanzen so wehrhaft sind, hilft Pestizide zu sparen. Doch einige Maissorten haben ihre Fähigkeit, EßC zu produzieren, durch züchterische Auslese verloren. Einem Forscherteam um Jörg Degenhardt von der Universität Halle ist es nun gelungen, einer solchen Maispflanze ein Gen einzubauen, das für ein EßC-erzeugendes Enzym sorgt. Der manipulierte Mais gab die Substanz konstant über seine Wurzeln in den Erdboden ab, auch wenn er nicht verletzt war. Freilandstudien mit der transgenen Sorte zeigten, dass es auf ihrer Anbaufläche 60 Prozent weniger Maiswurzelbohrer gab und es zu erheblich weniger Wurzelschäden an den Pflanzen kam. Handelsübliche Insektizide, die gegen den Käfer eingesetzt werden, wirken nicht besser.





