Pinguin-Mütter schubsen zu kleine Eier aus dem Nest. Schwarze Adler sehen scheinbar ungerührt zu, wenn eines ihrer gerade geschlüpften Jungen das andere zu Tode hackt. Auch im Tierreich gibt es Favoritismus. Der Grund ist der Überlebenswille der Tiere. Damit die Arterhaltung gewährleistet ist, bevorzugen die Eltern im Tierreich oft das dickste und gesündeste Kind. Denn es hat die besten Chancen, sich erfolgreich gegen Feinde zu verteidigen und fortzupflanzen. Ein anderer Grund können die Ressourcen der Eltern sein: Die Nahrung einer Pandamutter etwa reicht gerade für so viel Milch, dass sie ein einziges Kind säugen kann. Auch Nahrungsknappheit kann bei Tieren zu Ungleichbehandlung der Brut führen. In Notzeiten werden nur die Stärkeren mit Nahrung versorgt. Allerdings verfolgen Tierarten, die in einem Wurf viele Kinder haben, eine andere Strategie: So füttern Blesshuhn-Mütter bevorzugt die schwachen Küken, um möglichst viele Nachkommen durchzubringen.





