Wenn Nieren am Tag verpflanzt werden, ist die Operation deutlich erfolgreicher als bei nächtlichen Eingriffen. Das ergab eine Nachanalyse von 260 Transplantationen an der Universitätsklinik Bonn. Etwa 40 Prozent waren nachts vorgenommen worden: Dann lag die Komplikationsrate bei über 16 Prozent. Dagegen mussten Patienten mit „Tages-Nieren” nur zu sechs Prozent innerhalb eines Monats erneut operiert werden. Die Forscher vermuten, dass die Chirurgen tagsüber wacher und konzentrierter arbeiten. Viele Transplantationen erfolgen nachts, weil die Ärzte überzeugt sind, das Spenderorgan müsse ganz frisch sein. Doch eine OP kann durchaus von morgens fünf auf acht Uhr verschoben werden, ohne dass das Transplantat leidet, meinen die Bonner Forscher.





