Den mit einer Million Euro weltweit höchstdotierten Preis für Hirnforschung, den dänischen Brain Prize, teilen sich in diesem Jahr sechs Wissenschaftler: die Deutschen Ernst Bamberg (Max-Planck-Institut für Biophysik in Frankfurt am Main), Georg Nagel (Universität Würzburg), und Peter Hegemann (Humboldt-Universität Berlin), der Österreicher Gero Miesenböck (University of Oxford) sowie die Amerikaner Edward Boyden (Massachusetts Institute of Technology in Cambridge) und Karl Deisseroth (Stanford University).
Die Forscher werden für die Entwicklung der Optogenetik geehrt, die Licht zur Steuerung von Nervenzellen nutzt. Die Zellen werden zunächst gentechnisch so verändert, dass sie lichtempfindlich sind. Werden sie dann mit Licht einer bestimmten Wellenlänge angeregt, kann man sie gezielt an- und abschalten. Dadurch lassen sich neurologische Erkrankungen wie Alzheimer, Parkinson und Epilepsie besser untersuchen. Außerdem könnte die Optogenetik neue Ansätze zur Wiederherstellung von Nervenfunktionen bei Blinden liefern.





