1513 wurde Giovanni zum Papst gewählt und nannte sich fortan Leo X. Besondere Qualitäten hatten ihn nicht in dieses Amt geführt. Man hielt ihn, nicht zu Unrecht, für milde und moralisch unbelastet, dazu für kränklich und schwach. Einmal Papst, setzte sich Leo X. mit verstärktem Eifer für das Wohl der Medici ein. An seinem Hof dominierten die Florentiner. Vettern, Neffen und Anhänger machte er zu Kardinälen. Seinem Bruder Giuliano versuchte er (vergeblich) sogar einen Staat zu verschaffen, er handelte für ihn aber zumindest eine fürstliche Heirat mit Philiberta von Savoyen und den Titel eines Herzogs von Nemours aus. Seinen Neffen Lorenzo belehnte er mit dem Herzogtum Urbino. Der deswegen ausgebrochene Krieg kostete die päpstlichen Kassen ebenso wie die Heirat Giulianos mit der savoyischen Prinzessin Unsummen. …
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Ingeborg Walter




