„Werde ich wohl am Leben bleiben?“ Diese bange Frage notiert Lena Muchina, eine 16-jährige Schülerin aus Leningrad, im November 1941 in ihrem Tagebuch. Am 8. September 1941 hatte die Blockade ihrer Heimatstadt durch die deutsche Wehrmacht und finnische Truppen begonnen. Schon bald kreisen viele von Lenas Einträgen um das Thema Hunger. Lenas Mutter stirbt an Unterernährung, die Tochter ist verzweifelt, aber sie überlebt. Präzise und unsentimental, daher umso anrührender für den heutigen Leser, beschreibt Lena ihre Erlebnisse, die erst 2010 in einem russischen Archiv entdeckt wurden.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger




