Ein Drittel der Weltbevölkerung ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO mit Tuberkulose infiziert. Jedes Jahr sterben daran fast zwei Millionen Menschen – vor allem in Entwicklungsländern (siehe Beitrag „Tuberkulose – Gefährlicher denn je” auf S. 38). Die Diagnose der Krankheit ist mühsam: Ausgehusteter Schleim muss stark vergrößert unter dem Lichtmikroskop nach den Mykobakterien abgesucht werden, maximal 20 Proben sind pro Tag und Diagnoseplatz möglich. Viermal so schnell ginge es mit einem Fluoreszenzmikroskop, bei dem die Bakterien leuchten und schon bei einer geringen Auflösung sichtbar sind. Doch diese Mikroskope können sich arme Länder nicht leisten. Forscher der Carl Zeiss AG haben nun ein Fluoreszenzmikroskop entwickelt, das statt mit einer empfindlichen und teuren Quecksilberdampflampe mit einer Leuchtdiode arbeitet, die die Probe von oben beleuchtet. Die LED hält mindestens zehn Jahre und verbraucht so wenig Energie, dass die Diagnose auch bei Stromausfall mit einem Akku weitergehen kann – ideal für den Einsatz in Entwicklungsländern. Carl Zeiss bietet das Primo-Star-iLED-Fluoreszenzmikroskop Entwicklungsländern mit vielen Tuberkulosekranken zu einem besonders günstigen Preis an.





