Eingeschlossen in Milliarden Jahre altes Gestein fanden kanadische Forscher Urgase, wie sie möglicherweise bei der Entstehung des Lebens eine Rolle gespielt haben. In solchen an Kohlenwasserstoffen reichen Gasen hätten sich einige der ersten Moleküle des Lebens bilden können, sagt Forschungsleiterin Barbara Sherwood Lollar von der Universität Toronto.
Das Team entdeckte die Urgas-Einschlüsse in Minen in Kanada, Skandinavien und Südafrika rund zwei Kilometer unter der Erdoberfläche, berichtet das Fachmagazin “Nature” (Bd. 416, S. 522). Bislang seien Forscher dagegen davon ausgegangen, dass solche Urgase, die man bereits in Meteoriten entdeckt hatte, mit dem Aufblühen des Lebens von der Erde verschwunden seien, schreiben die Forscher.
Sherwood Lollar vermutet gar, dass die Gase auch heutige Lebewesen noch nähren. So könnten etwa Mikroben, die mehrere Kilometer tief im Erdinnern leben, die Kohlenwasserstoffdämpfe nutzen. Wovon diese Organismen leben, die erst in den vergangenen Jahren entdeckt wurden, war bislang ein Rätsel.
ddp/bdw – Marcel Falk





