Täglich nutzt unsere Gesellschaft Elektrizität aus Kernkraftwerken. Und alle produzieren wir nukleare Abfälle, deren Entsorgung seit Jahrzehnten für Debatten sorgt. Sicherheitskonzepte wandeln sich, doch aus dem „faustischen Pakt“, den die Gesellschaft mit dem Ja zur Kernenergie eingegangen ist, wird sie für Zeiträume, die nur schwer vorstellbar sind, nicht mehr herauskommen. Wie sind wir in diese Abhängigkeit geraten, und welche Erfahrung haben wir im Umgang mit Langzeitperspektiven? Das sind die Themen einer Ausstellung im größten Universalmuseum der Schweiz, im Museum zu Allerheiligen in Schaffhausen.
Im ersten Ausstellungsbereich wird ein Blick auf die Entwicklung der Atomforschung geworfen. Demokrit prägte im antiken Griechenland den Begriff des Atoms als kleinste unteilbare Einheit der Materie. Die Grundzüge seines Konzepts hatten über 2000 Jahre Bestand. Erst in den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts wurde mit der Entdeckung der Röntgenstrahlung, der radioaktiven Strahlung und der ersten Atomteilchen das physikalische Weltbild schrittweise demontiert. Doch blieb die klassische Physik vor 1900 objektiv, eindeutig, stetig, anschaulich und bestimmbar. …
Den vollständigen Artikel finden Sie in DAMALS 11/2013.
Peter Jezler / Dr. Urs Weibel




