In einem Aufsatzband mit dem ziemlich beliebig wirkenden Titel „Land und Meer“, den Martin Krieger und Michael North von der Universität Greifswald herausgegeben haben, steht der kulturelle Austausch des Ostseeraums mit Westeuropa in der frühen Neuzeit im Vordergrund. US-amerikanische, polnische und deutsche Historiker haben sich drei Themenbereiche vorgenommen: den der Kunst und Architektur, der Wohnkultur und der intellektuellen Netzwerke. Bei zahlreichen interessanten Einzelergebnissen wie der großen Bedeutung der Niederlande für den Ostseeraum werden allerdings auch die Grenzen des Ansatzes deutlich: Der Nachweis des Kulturtransfers kann oftmals nur für die Hochkultur geführt werden (etwa zum Thema Austausch unter Intellektuellen oder zu Kunstsammlungen), während auf der Ebene der breiten kulturellen Rezeption – wie etwa bei der Wohnkultur – mangels Quellen nur sehr allgemeine Aussagen getroffen werden können.
Rezension: Talkenberger, Heike




