Weltweit zum ersten Mal haben Veterinärmediziner der Universität Leipzig einem Tiger ein künstliches Hüftgelenk implantiert. Die Raubkatze „Girl” aus dem Zoo Halle litt an Arthrose am rechten Hüftgelenk und konnte seit einem Jahr nur noch unter großen Schmerzen laufen. Daher entschlossen sich die fünf Spezialisten um Peter Böttcher dazu, das achtjährige Tier zu operieren – zumal es sich um ein Exemplar der vom Aussterben bedrohten Malaysischen Tiger handelt. Der dreistündige Eingriff verlief erfolgreich, allerdings erlitt Girl während der Operation beinahe einen Herzstillstand. Ihr Zustand konnte aber wieder stabilisiert werden. Böttcher ist zuversichtlich, dass die Tigerin bis an ihr Lebensende gut mit dem Implantat zurechtkommt. Tiger werden bis zu 20 Jahre alt.





