Wer gähnt, ist möglicherweise gar nicht müde, sondern sein Gehirn könnte einfach „heiß gelaufen” sein. Das schließen amerikanische Psychologen aus ihren Experimenten an 44 Freiwilligen. Wenn auf ihrer Stirn ein 46 Grad Celsius warmer Beutel lag, ließen sich etwa zwei Drittel von Gähnszenen in Videos zum Gähnen animieren. War die Auflage dagegen 4 Grad kalt, wurden sie davon nicht angesteckt. Die These der Forscher: Gähnen regt Blutdruck und Puls an, und der vermehrte Blutfluss kühlt dann das Gehirn. In die gleiche Richtung deuten weitere Ergebnisse: Probanden, die durch die Nase atmen, lassen sich ebenfalls seltener von Gähnszenen beeindrucken. Denn in der Nase wird das Blut gekühlt, ehe es in das Gehirn gelangt.





