Frankopans Blickwinkel ist zwar keineswegs so grundstürzend neu, wie der Autor behauptet, hatte ihn doch auch schon der Byzantinist Steven Runciman in seiner brillanten Kreuzzugsgeschichte (zuerst 1968; Neudruck München 2008) eingenommen. Aber Frankopans Buch ist trotzdem sehr lesenswert, denn es bietet eine detaillierte Analyse der schwierigen Machtverhältnisse im Osten, eine fesselnde Erzählung der dramatischen Geschehnisse bis zum Fall Jerusalems und zugleich eine anregende Charakterstudie des byzantinischen Herrschers.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger




