Die molekulare Struktur des Proteins Tubulin haben amerikanische Biophysiker am Lawrence Berkeley Laboratorium in Kalifornien aufgeklärt. Das Eiweiß besteht aus zwei Monomeren – molekularen Untereinheiten mit nahezu identischer Struktur. Das dreidimensionale Molekülmodell zeigt, daß jedes Monomer über drei Bereiche verfügt, an denen andere Moleküle und medizinische Wirkstoffe wie das Krebsmittel Taxol andocken können.
Tubulin-Moleküle lagern sich in lebenden Zellen zu langgestreckten Polymerketten oder -filamenten zusammen, die die sogenannten Mikrotubuli bilden, das Skelett lebender Zellen. Das Protein ermöglicht außerdem die Zellteilung und den Transport von Substanzen innerhalb der Zellen. Besonders groß ist das Interesse an Tubulin seit der Entdeckung des aus Eibenrinde gewonnenen Krebsmittels Taxol, das seine Wirkung entfaltet, indem es sich an Tubulin bindet und dadurch eine Teilung von Krebszellen verhindert.





