Ärzte der Universität Heidelberg können durch eine „ Domino-Transplantation” gleich zwei Leberkranken das Leben retten. Patienten mit einer so genannten Amyloidose benötigen ab ihrem 30. Lebensjahr eine neue Leber. Denn aufgrund eines Gendefekts kann ihr eigenes Organ bestimmte Eiweiße nicht abbauen, die auf Dauer Nerven, Herz und Nieren schädigen. Die Leber selbst beeinträchtigen sie nicht. Deshalb kann das entnommene Organ einem zweiten – älteren – Patienten eingesetzt werden, der an einer anderen Leberkrankheit als Amyloidose leidet. Zwar sammeln sich dann auch in dessen Körper schädliche Eiweiße an, aber spürbare Folgen hat dies frühestens nach 30 Jahren. So bekommt er trotz knapper Spenderorgane die Chance auf einige beschwerdefreie Jahrzehnte.





