Dabei stellten die Wissenschaftler fest, dass die Zahl der ?Einschläge? von Protonen auf den Kopf des Astronauten allein die Häufigkeit der Lichtblitze nicht erklären konnte. Daher müssen neben Protonen auch schwerere Atomkerne an der Erzeugung der Lichtblitze beteiligt sein.
Interessanterweise nahm die Anzahl der Lichtblitze zu, als die MIR über einen bestimmten Bereich des Atlantiks oberhalb der brasilianischen Küste flog. In dieser als “Südatlantische Anomalie” bezeichneten Zone ist das Magnetfeld der Erde im All abgeschwächt. Da das Magnetfeld als Schutzschild für kosmische Strahlen ? insbesondere Protonen ? dient, konnten in dieser Zone viel mehr Protonen als sonst den Kopf des Astronauten treffen. Die Häufigkeit der Lichtblitze war in der Tat in diesem Bereich erhöht ? von im Mittel 0.06 Blitzen auf 0.15 Blitze pro Minute.
Die Forscher glauben daher, dass die Lichtblitze sowohl beim Auftreffen von Protonen als auch von schwereren Atomkernen auf die Netzhaut verursacht werden. Während letztere stark genug sind, um die Lichtblitze direkt auszulösen, würden die Protonen beim Einschlag auf die Netzhaut eine Kettenreaktion von Teilchenschauern auslösen, die schließlich zu einem elektrischen Impuls und damit einem “Lichtblitz” führen.




