Da wir menschlichen Tiere uns oft als Nabel des Seins betrachten, legen wir anthropozentrische Maßstäbe an Vorstellungen vom Tod an – und sprechen anderen Spezies die bewusste Wahrnehmung des Todes ab. Ein Fehler, wie Monsó anhand von Beobachtungen, Studien, eigenen Erkenntnissen und fundierten Vermutungen ausführt. Vor allem für wild lebende Tiere ist der Tod weit präsenter als für uns. Das zeigt sich etwa daran, wie sie den Tod von Artgenossen betrachten und interpretieren oder wie sie trauern. Wie eindeutig vor allem sozial lebende Tiere die Endgültigkeit des Todes und gar Kausalität erkennen können oder wie sie durch intra- und interspezifische Gewalt den Tod „erlernen“.
Trotz einiger Wiederholungen fokussiert sich Susana Monsó auf das Wesentliche. Sie schreibt sehr zugänglich und garantiert Horizonterweiterung.
Rezension: Alexander Schramm
Susana Monsó
Das Schweigen der Schimpansen
Insel Verlag. 254 S., 28 €





