Der Bamberger Althistoriker Hartwin Brandt distanziert sich kritisch von einseitigen Lebensbeschreibungen der Spätantike und stellt in seiner Biographie die politische Rationalität des Herrschers her-aus, dessen Streben auf den Erhalt seiner Macht ausgerichtet war. Die Hinwendung zum Christentum erweist sich dabei als Folge persönlicher religiöser Neigungen und staatsmännischen Kalküls. Im Zeichen des Kreuzes begab sich Konstantin auf den Weg zur Alleinherrschaft. Der flüssige Schreibstil, die Kunst des Autors, komplexe Sachverhalte in verständlicher Sprache zu erklären, und eine kritische Beleuchtung der Quellenlage machen das Buch lesenswert.
Rezension: Laser, Bettina




