Große Mengen des Treibhausgases Kohlendioxid können sicher in Öl führenden geologischen Formationen gespeichert werden. Das ist das Ergebnis eines vierjährigen Projektes in Weyburn im Westen Kanadas.
Mit Unterstützung der Internationale Energy Agency hatte der kanadische Energiekonzern EnCana vor vier Jahren damit begonnen, Kohlendioxid aus einer Raffinerie im US-Bundesstaat North Dakota in das 325 Kilometer entfernte Ölfeld von Weyburn einzuleiten. Zum einen sollte dadurch die Ölproduktion gesteigert werden, zum anderen wollten die beteiligten Forscher ausprobieren, ob sich das Ölfeld als Langzeitspeicher für Kohlendioxid eignet.
Eine Zusammenfassung der Ergebnisse des Projektes wird am kommenden Dienstag auf der International Conference on Greenhouse Gas Control Technologies (GHGT-7) in Vancouver vorgestellt. Bis Mai 2003 wurden insgesamt 1,7 Milliarden Kubikmeter CO2 in das Ölfeld eingeleitet. Insgesamt ließ sich dadurch die Ölproduktion von 6,2 Kubikmetern pro Tag und Produktionsbohrung auf 11,4 Kubikmeter pro Tag steigern.
Forscher um Shubao Tian von der University of Regina in Kanada berichten allerdings, dass es in Weyburn nicht möglich ist, gleichzeitig möglichst viel Öl zu produzieren und möglichst viel CO2 zu speichern. Ein großer Teil des eingespeisten Kohlendioxids löst sich im Öl, erniedrigt dessen Viskosität und wird mit diesem zusammen wieder zutage gefördert.
Ute Kehse





