Bis zu 10 Prozent aller Demenzerkrankungen in Europa sind nach Schätzungen von Experten auf einen zu hohen Druck im Gehirn zurückzuführen. Wenn der Hirndruck steigt, wird die Durchblutung gestört, und Teile des Gehirns können absterben. Warum sich bei manchen Menschen der Hirndruck erhöht, ist noch unklar. Auswirkungen sind unter anderem Kopfschmerzen, Erbrechen und Lähmungen des Augenmuskels.
Mediziner suchen deshalb schon lange nach einer Möglichkeit, bei Betroffenen mit diesen Symptomen den Druck im Gehirn zuverlässig zu überwachen, um ihn bei Bedarf mit Medikamenten wieder zu reduzieren. Das bisherige Verfahren erfordert einen längeren Aufenthalt im Krankenhaus. Dort wird ein Sensor durch die Schädeldecke eingeführt und per Kabel mit einer Messapparatur verbunden.
Forscher des Fraunhofer-Instituts für Biomedizinische Technik IBMT in St. Ingbert um Thomas Velten haben jetzt einen Sensor entwickelt, der ins Hirn implantiert wird, dort den Druck überwacht und die Daten per Funk an ein Messgerät weiterleitet. Das zwei mal einen Zentimeter große Gerät, das noch weiter verkleinert werden soll, ähnelt einer Knopfzelle. Der Sensor lässt sich mehrere Jahre lang tragen, da er aus hochwertigem Metall besteht und völlig dicht ist.





