von TIM SCHRÖDER
Knochen ist elektrisch!“ Die Nachricht verbreitete sich 1957 unter Medizinern wie ein Lauffeuer. Damals hatten die zwei Japaner Eiichi Fukada und Iwao Jasuda gerade einen Fachartikel veröffentlicht, der staunen ließ: Biegt oder staucht man einen Knochen, erzeugt er eine elektrische Spannung. Damit war klar, dass Knochen keine passive Masse, sondern elektrisch aktiv ist! Physiker nennen das Phänomen den piezoelektrischen Effekt. Man kennt ihn von Feuerzeugen, bei denen man mit einem Klick einen Quarzkristall drückt und damit Funken erzeugt. Offensichtlich, stellten die beiden Japaner fest, verhält sich Knochen wie Quarz.





