Komplizierte Knochenbrüche stabilisieren Chirurgen heute mit Titan-Nägeln oder -Schrauben, die das Zusammenwachsen des Knochengewebes unterstützen. Allerdings ist später meist ein zweiter Eingriff notwendig, um die Nägel wieder zu entfernen. Diese Operation könnte bei neuartigen Magnesium-Nägeln entfallen, die Werkstoffwissenschaftler an der Medizinischen Hochschule Hannover jetzt entwickelt haben. Eine spezielle Beschichtung sorgt dafür, dass die Nägel etwa drei Wochen intakt bleiben, bevor sie vom Körper langsam abgebaut werden. Diese Zeitspanne reicht dem Knochen zur Heilung meist aus. Weiterer Vorteil: Die Beschichtung fördert die Bildung von neuem Knochengewebe. Nach anderthalb Jahren ist von den Magnesium-Nägeln nichts mehr übrig.





