Das Ernährungssystem steckt in der Krise. Um die wachsende Bevölkerung satt zu kriegen, setzen Produzenten auf Massentierhaltung, Monokulturen und Pestizide. Das belastet sowohl unsere Gesundheit als auch die Natur: Böden verarmen, Arten verschwinden, die Erde erwärmt sich – und trotzdem ist nicht genug für alle da. Goulson nimmt die Gesundheits- und Umweltauswirkungen fast aller Lebensmittel ausführlich unter die Lupe: Fleisch und Fisch, Soja und Palmöl, Fleisch- und Milchalternativen, hoch verarbeitete Lebensmittel, gentechnisch verändertes Getreide und auch Biogemüse. Anhand aktueller Daten und Studien analysiert er auf verständliche Weise, warum hoher Fleischkonsum problematisch ist oder wieso lokal angebaute Tomaten nicht immer klimafreundlicher sind als Tomaten aus Spanien. Gleichzeitig nimmt er zur Kenntnis, dass die Verantwortung nicht nur bei den Konsumenten, sondern auch bei der Politik und den Produzenten liegt.
Er beschönigt nichts, findet aber auf die titelgebende Frage eine hoffnungsvolle Antwort: Es gibt eine ganze Menge gesunder, leckerer UND nachhaltiger Lebensmittel. Viele Empfehlungen hat man vielleicht schon einmal gehört – kann aber nach dem Lesen auch erklären, welche Gründe dahinterstecken. Alina Wolf
Dave Goulson
Was also sollen wir essen?
Hanser Verlag, 352 S., € 20,–
ISBN 978–3–446–28458–6





