Wegen ihrer frechen Art und ihres drolligen Aussehens sind die stummelbeinigen Dackel in Deutschland eine der beliebtesten Hunderassen. Ursprünglich wurden Dackel zur Fuchs- und Dachsjagd gezüchtet, in deren Bauten sie wegen ihrer kurzen Beine gut eindringen können. Jetzt haben US-Forscher untersucht, welche genetischen Veränderungen hinter der Kurzbeinigkeit stecken.
Das Team um Elaine A. Ostrander von den National Institutes of Health in Bethesda analysierte die DNA von 835 Hunden, von denen 95 kurzbeinig waren. Bei diesen fanden die Wissenschaftler eine spezielle Mutation des Gens FGF4. Die Erbgutstruktur in der Region des Gens war bei allen „Stummel-Vierbeinern” beinahe gleich. Ostrander sieht dies als Beleg dafür, dass schon eine einzige Gen-Veränderung den gesamten Körperbau eines Tieres quasi umkrempeln kann. Durch Züchtungen des Menschen entstanden aus der ersten Art mit kurzen Beinen dann die verschiedenen Rassen wie Dackel, Corgi oder Basset.





