Ihre Darstellung beginnt eigentlich erst richtig mit der Kolonialzeit; die Zeit vor 1500 erhält nur wenige Seiten. Im April des Jahres 1500 betraten dann portugiesische Seefahrer unter ihrem Anführer Pedro Alvares Cabral zum ersten Mal brasilianischen Boden und nahmen es für König Manuel I. in Besitz. Die koloniale Epoche, so betonen jedoch die beiden Verfasser, sei nicht nur durch die Portugiesen geprägt worden, sondern neben ihnen haben die europäischen Rivalen ebenso wie indigene Gruppen und später die afrikanischen Sklaven und ihre Nachfahren die Geschichte des Landes maßgeblich bestimmt.
Geschildert werden danach Brasiliens Weg in die Unabhängigkeit, das Kaiserreich Brasilien, das von 1822 bis 1889 Bestand hatte, Wirtschaft, soziale Verhältnisse und Außenbeziehungen bis 1945, die Militärdiktatur, die 21 lange Jahre, von 1964 bis 1985, währte, und schließlich die Herausforderungen, vor denen Brasilien heute angesichts der Globalisierung steht.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger




