von SUSANNE DONNER
Die ersten zwei Jahre nach der Geburt ihres Sohnes würden schwer werden, sagten die Ärzte Beate Lehmann (Name geändert) während ihrer Schwangerschaft. Sie hatten zwischen der 19. und 21. Schwangerschaftswoche einen schweren Herzfehler bei ihrem Sohn Ben entdeckt. Statt eines Einlasses in die linke Herzkammer und eines Auslasses aus der rechten Herzkammer befinden sich bei ihm zwei Auslässe linksseitig direkt nebeneinander. Sein Herz besteht praktisch nur aus einer einzigen funktionierenden Kammer. So konnte es von Geburt an nicht genug Sauerstoff und Nährstoffe in den Körper des Kindes pumpen. Infolge des Sauerstoffmangels im Blut war Bens Haut ständig leicht blau. „Und er nahm kaum zu. Ich musste ihm die Muttermilch alle drei Stunden mit einer Spritze in den Mund träufeln“, erinnert sich die Mutter.





