Huber entwickelt so ein bedrückendes Panorama der Verzweiflungstaten, bei denen Eltern nicht davor zurückschreckten, ihre kleinen Kinder mit in den Tod zu reißen, beschreibt aber auch die spätere Verdrängung dieses beispiellosen Massenselbstmords. Ärgerlich ist jedoch der pauschale Untertitel „Der Untergang der kleinen Leute 1945“. Auch viele NS-Funktionäre brachten sich um. Und: Selbstzeugnisse zeigen, dass es „kleine Leute“ gab, die das Ende der Nazi-Herrschaft herbeigesehnt hatten und 1945 endlich neuen Lebensmut schöpften.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger




