Immer wieder wird gefordert, die „weiche Droge” Cannabis zu legalisieren – obwohl viele Experten der Meinung sind, dass regelmäßiger Haschischkonsum außer zu gesundheitlichen, auch zu kognitiven Beeinträchtigungen führen kann. Einen klaren Beweis für die Schädlichkeit haben jetzt US-Forscher um Madeline H. Meier von der Duke University in Durham erbracht.
Sie werteten die Daten einer neuseeländischen Langzeitstudie mit 1037 Teilnehmern aus, die man im Alter von 18, 21, 26, 32 und 38 Jahren nach ihrem Cannabiskonsum befragt hatte. Außerdem wurde im Alter von 13 Jahren, als noch keiner der Probanden Haschisch rauchte, und mit 38 Jahren der Intelligenzquotient (IQ) ermittelt. Es zeigte sich, dass bei denjenigen, die regelmäßig und häufig Cannabis zu sich genommen hatten, der IQ um durchschnittlich sechs Punkte gesunken war. Hatte der Drogenkonsum bereits vor dem 18. Geburtstag begonnen, war der IQ sogar um durchschnittlich acht Punkte gesunken. Eine Befragung von Verwandten und Bekannten ergab außerdem, dass die exzessiven Kiffer unter kognitiven Problemen litten. Meier betont, dass diese Schädigungen des Gehirns selbst bei einem dauerhaften Verzicht auf Haschisch nicht reversibel sind. Ein weiterer Befund: Die Schäden fallen umso geringer aus, je später der Cannabiskonsum begonnen hat.





