„Jeden Morgen ein Joint, und der Tag ist dein Freund.” Das war in den sechziger und siebziger Jahren das Credo einer ganzen Generation. Und auch heute noch stehen Haschisch oder Marihuana ganz oben auf der Beliebtheitsskala von Drogenkonsumenten. Häufiges Rauchen dieser Cannabis-Produkte kann jedoch gerade für männliche Kiffer fatale Folgen haben: Sie werden unfruchtbar. Das ist das Ergebnis einer Studie des amerikanischen Wissenschaftlers Herbert Schuel von der Universität des Staates New York in Buffalo. Schuel versetzte im Reagenzglas Sperma mit einem synthetischen Anandamid, einer Substanz, die so ähnlich auch in Cannabis vorkommt. Natürliche Anandamide regulieren im menschlichen Körper die Spermienproduktion und die Befruchtungsfähigkeit. Schuel fand heraus, daß höhere Konzentrationen der Chemikalie die Bewegungsfähigkeit der Spermien stark beeinträchtigen. Außerdem verloren die lahmgelegten Samenzellen ihre Fähigkeit, sich an das Ei zu heften und es zu penetrieren.





