Der digitale und technische Aufschwung der letzten Jahre hat glücklicherweise auch vor der Hörakustik keinen Halt gemacht und so wurden neue Lösungen zur Verbesserung von Hörgeräten entwickelt und getestet. Allem voran stehen KI Hörgeräte, die es mithilfe von künstlicher Intelligenz ermöglichen, die Leistungsfähigkeit grundlegend zu optimieren und altbestehende Probleme der Hörtechnologie der Vergangenheit angehören zu lassen.
Umfrage zeigt: Hörverlust keine Seltenheit in Deutschland
Lange Gespräche unter Freunden, Musikhören auf dem Weg zur Arbeit oder auch einfach nur das Klingeln des Postboten: Der Gehörsinn ist allgegenwärtig und spielt eine fundamentale Rolle im Leben eines fast jeden Menschen. Und doch wird das Gehör oftmals nur wenig wertgeschätzt und als selbstverständlich wahrgenommen. Dies ist aber keineswegs der Fall: Ein Jeder kann von Hörverlust betroffen sein, besonders im Alter steigt das Risiko.
Dies bestätigt eine Umfrage von GEERS zum Thema des Hörvermögens der Deutschen. In einem Online-Panel wurden 1.005 Teilnehmer, repräsentativ zu der deutschen Bevölkerung in Alter und Geschlechterverteilung, nach der Einschätzung ihres Gehörsinnes befragt. Das Ergebnis ist deutlich: Jeder Fünfte berichtet von Einschränkungen beim Hören.
Bereits ab einem Alter von 25 Jahren geben 18 % Hörschwierigkeiten an, bei den Teilnehmern zwischen 55 und 64 Jahren sind es schon 20 % und ab 65 bis 74 Jahren berichten mit 27 % mehr als ein Viertel der Befragten von Einschränkungen. Bei den Teilnehmern mit 75+ Jahren Lebenserfahrung sind Hörschwierigkeiten wenig überraschend noch ausgeprägter zu vermerken, 36 % leiden unter Hörverlust.
Und doch schätzt nur ein geringer Anteil der Betroffenen ihre Krankheit als ernst genug ein, um ein Hörgerät zu tragen. Dabei ist belegt, dass gutes Hören nicht nur entscheidend für einen stressfreien Alltag ist, sondern auch für die kognitive Leistungsfähigkeit.

Schlechter Ruf: Warum tragen nur wenige Betroffene Hörgeräte?
Oftmals noch ist die Begrifflichkeit „Hörgeräte“ mit einer eher negative Assoziation behaftet. Viele stellen sich nach wie vor klobige Geräte mit Spiralkabeln vor, wie man sie hier und da noch von Oma und Opa kennt. Zudem muss für Hörgeräte meist etwas tiefer in Tasche gegriffen werden und doch ermöglichen sie nicht das Hörerlebnis, wie man es zu Zeiten vor dem Hörverlust noch gewohnt war. Die Erwartungen sind groß und wenn die tatsächlichen Ergebnisse diesen nicht gerecht werden können, ist die Enttäuschung am Ende ebenso groß.






