Allen Spekulationen zum Trotz wird es auf dem deutschen Markt vorerst keinen HIV-Heimtest geben. Das für die Zulassung zuständige Bundesamt für Sera und Impfstoffe hat “grundsätzliche Bedenken” angemeldet. Die Zuverlässigkeit der Heimtests sei “äußerst fraglich”.
Antikörper gegen das HI-Virus bilden sich oft erst Monate nach einer Ansteckung. Wer sich zu früh testet und ein negatives Ergebnis bekommt, könnte sich in falscher Sicherheit wiegen und bei Sexualkontakten unvorsichtig werden. Umgekehrt gilt eine Diagnose erst dann als unzweifelhaft “positiv”, wenn wenigstens zweimal mit verschiedenen Verfahren gemessen wurde. Das sei bei einer Untersuchung zu Hause aber nicht möglich. Dritter Kritikpunkt: Beim Heimtest wäre der Patient ohne medizinische oder psychologische Beratung mit dem Ergebnis allein.
Nicola Siegmund-Schultze





