CBD ist nicht gleich THC
CBD, also Cannabidiol, verfügt über eine nur schwach ausgeprägte psychoaktive Wirkung, die sich bei geringer Aufnahmemenge kaum zeigt. Das oft propagierte Hochgefühl beim Konsum von Cannabis also ist diesem Wirkstoff keineswegs zuzuschreiben. Aus diesem Grund gelten für Cannabidiol keine strengen rechtlichen Reglementierungen wie für THC oder Cannabis im Allgemeinen. Und doch wirkt Cannabidiol pleiotrop und kann seine Wirkung folglich auf mehreren Wegen entfalten. Ihm wird eine antipsychotische Wirkungsweise nachgesagt, die enthaltenem THC seine Dominanz nimmt und sogar gegen Psychosen, die durch Cannabis induziert sind, helfen soll. CBD also gilt im Vergleich zu THC als risikoärmer, was Forschern die Möglichkeit gibt, potenzielle positive Wirkungsweisen unter die Lupe zu nehmen.
Mögliche Einsatzgebiete von CBD
Die Forschung rund um CBD steckt auch heute noch in den Kinderschuhen. Es gibt zwar zahlreiche Studien, die dem Wirkstoff positive Aspekte nachweisen, diese jedoch beschränken sich in vielen Fällen auf Untersuchungen von Einzelfällen, Tierversuche oder auch Experimente an Zellen. Erst in den vergangenen Jahren steigt das Interesse an Cannabidiol in der Medizin. Auch Hinweise darauf, dass CBD dem Wachstum von Krebszellen entgegenwirkt, sorgen für großes Aufsehen in wissenschaftlichen Kreisen und bei Betroffenen.
Die entkrampfende Wirkung von Cannabidiol jedoch ist ein Punkt, der inzwischen in einigen Studien belegt werden konnte. Daher ist der Stoff gemeinsam mit THC in den Präparaten „Sativex“ und „Nabiximols“ enthalten, die bei Multipler Sklerose zum Einsatz kommen. Forscher sind der Meinung, dass die krampflösende Wirkweise auch im Bereich anderer Dystonien vorteilhaft sein könnte. So zum Beispiel bei Krankheitsbildern wie Parkinson, dem Angelman-Syndrom oder auch Epilepsie.
Interessant sind daher auch die Erkenntnisse rund um Cannabidiol, wenn es um Epilepsie bei Kindern geht. Verschiedenen Formen wie das Lennox-Gastaut Syndrom oder auch das Dravet Syndrom können heute mit Cannabidiol in Form eines sogenannten Orphan-Medikaments behandelt werden. Erst 2017 erfolgte eine Doppelblindstudie mit rund 120 Probanden, die unter dem Dravet-Syndrom litten. Hier zeigte sich eine deutliche Verringerung konvulsiver Anfälle. Die Ergebnisse wurden im „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht. In 2018 dann folgte eine placebokontrollierte Studie, bei der die Wirkung von Cannabidiol auf das Lennox-Gastaut syndrom untersucht werden sollte. Auch hier verringerte sich die Häufigkeit der Krampfanfälle. Nähere Informationen zu besagter Studie finden Interessierte unter aerzteblatt.de.





