Das Kreuz mit den Publikationen ist in letzter Zeit schlimmer geworden, und die Berichte über Wissenschaftsbetrug oder Tricksereien im Zeitschriftenwesen nehmen zu. Und zwar in einem Ausmaß, dass man sich fragen kann, ob die Methode eines ehemaligen amerikanischen Präsidenten Schule macht, ununterbrochen zu lügen, zugleich den anderen „Fake!“ vorzuwerfen, und dann auch noch stolz auf sein Vorgehen zu sein. Was die Wissenschaft angeht, so soll es nicht um unvollständige oder erfundene Datensätze gehen, sondern um die lange Zeit übersehene Tatsache, dass selbst mit Wissenschaftspublikationen Geld zu verdienen ist. So entstehen „räuberische Grauzonen“, wie es das Laborjournal in seiner Ausgabe 1–2/2023 nennt: Eine Mikrobiologin wollte eine Arbeit in der Zeitschrift eines renommierten Verlags publizieren und hatte bereits über 2000 US-Dollar „Article Processing Costs“ überwiesen, als ihr auffiel, dass das gewählte Journal längst in andere Hände gelangt war, die mit ihrem Geschäftsmodell nicht so sehr Erkenntnisse publizieren, sondern schlicht Einnahmen verbuchen wollten.





