Die Sioux, eine Gruppe von sprachverwandten indigenen Nationen in den nordamerikanischen Great Plains, verteidigten ihr Land lange Zeit erfolgreich gegen die vordringenden Siedler. In der Schlacht am Little Bighorn vom 25. Juni 1876 errangen sie einen letzten denkwürdigen Sieg: Sie vernichteten fünf Bataillone der 7. US-Kavallerie und töteten deren Befehlshaber George Custer. Die Nachricht dieser demütigenden Niederlage schockierte Washington Anfang Juli mitten in den Hundert-Jahr-Feierlichkeiten der Unabhängigkeitserklärung.
Die Regierung befahl der Armee, unerbittlich zurückzuschlagen. Diese zog im November gegen die Indigenen in einen Winterkrieg. Dabei besetzten die Soldaten die Jagdgebiete der Sioux, um sie auszuhungern. In dieser beinahe ausweglosen Situation führte Chief Sitting Bull („Häuptling“; um 1831−1890) seine Leute mit sicherer Hand. Der Armee immer einen Schritt voraus, gelang es ihm im Mai 1877, sich mit einer Gefolgschaft von rund 2000 Menschen ins kanadische Exil zu begeben. …
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