James Collins ist Doktorand im Glomar-Programm am Marum. Er untersucht Sedimente vom Meeresboden vor der westafrikanischen Küste. Wie sich herausgestellt hat, verdrängte die Eiszeit die Regenwälder Westafrikas nicht nach Süden wie angenommen, sondern ließ sie auf einen schmalen Streifen schrumpfen.
bild der wissenschaft: Herr Collins, was ist für Sie das Besondere an dem Glomar-Programm?
James Collins: Man lernt dort Menschen kennen, auf die man sonst nie gestoßen wäre. Da gibt es sogar Jura-Doktoranden, die sich mit Seerecht oder internationaler Fischerei beschäftigen.
bdw: Juristen unter Geologen?
Collins: Man muss kein Naturwissenschaftler sein, um bei Glomar mitzumachen. Entscheidend ist, dass man etwas mit dem Meer zu tun hat. Dann kann man sich schriftlich bewerben – und muss einen Vortrag halten. Das trainiert einen, denn den Vortrag über sein Projekt muss man so halten, dass ihn auch die Juristen verstehen. Ich glaube, das ist es, was man uns Wissenschaftlern beibringen will: sich und seine Forschung verständlich rüberzubringen.
bdw: Das klingt nicht nach einem typischen Doktoranden-Programm.
Collins: Man erfährt viel über aktuelle Forschung und kann auch Statistik-Kurse oder Ähnliches besuchen. Aber es gibt auch Programme, in denen man lernt, wie ein Unternehmer zu handeln hat oder was man braucht, um Führungspositionen zu übernehmen. Und das ist schon sehr hilfreich.





