Zwischen Mars und Jupiter haben amerikanische Astronomen durch Datenanalysen 39 Asteroiden ausfindig gemacht, die offenbar einen gemeinsamen Ursprung haben. Rückrechnungen ergaben, dass die Objekte vor etwa 5,8 Millionen Jahren zu einem gemeinsamen Himmelskörper gehörten, meldet Nature (Bd. 417, S. 720).
Auf der Erde begannen sich gerade die Linien von Affe und Mensch zu trennen, als der etwa 25 Kilometer große Mutterasteroid von einem vielleicht drei Kilometer großen Gesteinsbrocken zerschmettert wurde. Dabei bildeten sich zahlreiche mehr als zwei Kilometer große Teilstücke. Ihren gemeinsamen Ursprung verrieten sie Wissenschaftlern vom Southwest Research Institute in Boulder (USA) dadurch, dass sie sich auch heute noch weitgehend in einer gemeinsamen Umlaufbahn befinden.
Die Asteroiden-Familie besteht aus den bisher jüngsten bekannten natürlichen Himmelskörpern unseres Sonnensystems. Die Forscher erhoffen sich durch weitere Studien daher neue Einblicke in die Geschichte des Systems: Zusammenstöße gehören im Weltraum offenbar zu den normalen Vorgängen und haben zum Beispiel zur Bildung von Planeten beigetragen.
ddp/bdw – Andreas Wawrzinek





