Die beiden tiefgefrorenen Welten sorgen nicht nur dank Plutos Degradierung zum Zwergplaneten – die immer wieder (bisher erfolglos) angefochten wird – für mediales Interesse. Denn abseits der eher nervtötenden Planeten-Status-Diskussion sind die beiden eisigen Himmelskörper tatsächlich auch wissenschaftlich hochinteressant und vor allem ungewöhnlich. Zum Beispiel in ihrem Größenverhältnis: Charon ist gut halb so groß wie Pluto, was für einen Mond sehr untypisch ist. Normalerweise sind Monde wesentlich kleiner als ihre Mutter(-Zwerg)planeten. Pluto und Charon rotieren daher eher umeinander statt der eine um den anderen. Eigentlich handelt es sich also eher um einen Doppelzwergplaneten als um einen Zwergplaneten und seinen Mond. Doch bitte jetzt nicht wieder eine neue Klasse von Himmelskörpern dafür einführen!





