Das zu den Herpes-Viren zählende Epstein-Barr-Virus könnte nicht nur das eher harmlose Pfeiffersche Drüsenfieber (auch Mononukleose oder Kissing Disease) auslösen, sondern auch bei der Multiplen Sklerose eine wichtige Rolle spielen. Deren Ursachen sind bisher unklar. Wissenschaftler der Harvard University in Boston/USA haben die Daten von über 1600 Patienten analysiert. Ergebnis: Eine Infektion mit dem Virus im Jugendalter verdoppelt das Risiko für Multiple Sklerose, im Kleinkindalter verläuft sie dagegen in der Regel unproblematisch. So sind in Bevölkerungsgruppen, in denen sich viele Kleinkinder infolge mangelhafter hygienischer Lebensbedingungen mit dem Epstein-Barr-Virus infizieren, beide Krankheiten bei Erwachsenen selten.





