Seiner unkonventionellen Ansichten wegen geriet der strenge Eiferer mehrmals in Konflikt mit der spanischen Inquisition, der er sich schließlich 1528 durch eine Flucht nach Paris entzog. Mit einigen Gleichgesinnten gründete Loyola eine neue Glaubensgemeinschaft, die 1540 von Papst Paul III. als „Societas Iesu“ genehmigt wurde.
Der Theologe Helmut Feld hat dem Ordensmann und unerbittlichen Seelsorger eine lesenswerte Biographie gewidmet, die großes Gewicht auf die spirituelle Entwicklung Loyolas bis zur Ordensgründung legt, dann sein Wirken in Rom und schließlich das weitere Geschick des Jesuitenordens nach dem Tod ihres Gründers darstellt. Obwohl seinem Protagonisten durchaus zugewandt, bemüht sich Feld um eine ausgewogene und manchmal kritische Würdigung des später Heiliggesprochenen, dessen Bedeutung für die Erneuerung des katholischen Glaubens im Zeitalter der Reformation unbestritten ist.
Rezension: Talkenberger, Heike




