Der ehemalige Astronaut Buzz Aldrin ? bekannt als der zweite Mann auf dem Mond ? will zusammen mit Ingenieuren von der Purdue University ein Raumschiff entwerfen, das ohne Treibstoff zu verbrauchen zwischen Erde und Mars pendelt.
Der “Cycler” soll sich permanent in einer Umlaufbahn um die Sonne befinden und die Schwerkraft der beiden Planeten Mars und Erde zur Beschleunigung nutzen. Ähnliche Effekte, die von Experten “gravity assist” genannt werden, machten sich etwa die Raumsonden Galileo und Cassini auf ihrem langen Weg zu den Planeten Jupiter und Saturn mit der Venus und der Erde zunutze.
“Der Cycler ist wie ein Bus, der nicht anhält”, sagt Purdue-Professor James Longuski. “Wenn er vorbeikommt, muss man losrennen und sich festhalten.” Da sich der Mars anders als die Erde nicht auf einer einigermaßen kreisförmigen Bahn bewegt, ist es relativ kompliziert, eine geeignete Bahn für den Cycler zu finden. Doch Longuski und sein Team zeigten sich in einem Bericht für das Jet Propulsion Laboratory der Nasa überzeugt, dass der passende Orbit gefunden werden kann.
“Die Cycler sollen wie Weltraumhotels sein”, stellt sich Longuski vor. Sie sollen langsam rotieren, um eine künstliche Schwerkraft zu erzeugen. Die ersten Modelle könnten etwa fünfzig Passagiere auf dem sechs bis acht Monate langen Trip zum roten Planeten befördern. Damit eine regelmäßige Rückkehr möglich ist, müssen mindestens drei Cycler im Einsatz sein.
Im Jahr 2018 könnte das Unternehmen losgehen, hofft Aldrin, der 1969 als zweiter Mensch den Mond betrat.
Ute Kehse





