Die einzelnen Artikel wollen nicht nur unterhalten, sondern zeigen auf geschichtswissenschaftlicher Grundlage die Entwicklungen der modernen Jagd auf. Zahlreiche Schwarz-Weiß-Bilder tragen zur Illustrierung der Themen bei, büßen aber einen Teil ihrer Anschaulichkeit durch den fehlenden Farbdruck ein. Chronologisch führen die Texte den Leser zunächst durch das späte 18. Jahrhundert mit seinen sehr ausdifferenzierten Jagdformen, wie der Beiz- oder der Parforcejagd, hin zur Umbruchsphase nach der Märzrevolution 1848 und schließlich bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges 1914. In einem zweiten Teil werden zudem gesonderte Themenbereiche behandelt, unter anderem die Rolle der Frau bei der Jagd, das Phänomen der Wilderer oder auch, wie die Jagd immer mehr zur Wissenschaft wurde.
Dabei greifen die Autoren einige Entwicklungslinien regelmäßig wieder auf, etwa die zunehmenden Einflüsse des Bürgertums und der Wissenschaft auf die Jagd, und verknüpfen auf diese Weise die einzelnen Artikel untereinander, was nicht nur zum Lesen einzelner Aspekte, sondern zur Gesamtlektüre des Sammelbandes anregt.
Rezension: Marvin Gedigk




