Aber warum gestikulieren wir auch, wenn wir mit jemandem telefonieren, obwohl der andere unsere Bewegungen überhaupt nicht sehen kann? Laut mehreren Studien ist es so, dass wir mit den gesprächsbegleitenden Arm- und Handbewegungen in erster Linie gar nicht unserem Gegenüber, sondern uns selbst gedanklich auf die Sprünge helfen. Britische Wissenschaftler hatten Versuchspersonen aufgefordert, zu Bildern spontan passende Begriffe zu finden. Mit dem Ergebnis, dass Teilnehmer, die dabei nach Herzenslust mit den Armen herumwedeln durften, deutlich schneller waren als andere, die ihre Hände still vor der Brust verschränken mussten. Offenbar lösen die Bewegungen im Gehirn zielgerichtete Denkvorgänge aus oder erleichtern zumindest deren Entstehung. Dafür spricht auch, dass wir die Hände – unbewusst – umso intensiver einsetzen, je mehr uns das Thema, über das wir reden, erregt und je komplexer es ist.





