Für Topher White soll der Himmel nicht voller Geigen, sondern voller Handys hängen – und zwar über dem indonesischen Regenwald. Der amerikanische Umweltschützer und Gründer der Non-Profit-Organisation „Rainforest Connection”, die für den Erhalt des Regenwalds kämpft, will illegalen Holzfällern das Handwerk legen. Denn Experten schätzen, dass der drittgrößte Regenwald der Welt durch Raubrodungen jedes Jahr rund eine Million Hektar an Fläche verliert. Wie aber sollen Handys das verhindern? „Ganz einfach”, meint White, „sie werden an den Bäumen im Wald aufgehängt und zu Alarmanlagen umfunktioniert.” Dazu will der Aktivist ausgediente Smartphones mit kleinen Solarpaneelen ausrüsten, sodass sie immer eingeschaltet sind, und mit einer speziellen Software ausstatten, die auf das Geräusch von Kettensägen reagiert und ein Signal an eine Rangerstation sendet. Über dieses Signal können die Aufseher die Holzfäller lokalisieren und dann ihrem Treiben Einhalt gebieten. In einem 25 000 Hektar großen Gebiet in West-Sumatra soll jetzt ein Probelauf des Systems stattfinden. Leider hat die Idee einen Haken: Im Regenwald regnet es nun mal. Und bei den teils sintflutartigen Wassermassen dürfte die empfindliche Elektronik der Mobiltelefone recht flott ihren Geist aufgeben. Was dann bliebe, wäre jede Menge Elektroschrott im Wald.





