Sandwellen werden auf dem Mars etwa doppelt so hoch wie auf der Erde. Gründe dafür könnten die geringere Anziehungskraft des Roten Planeten und die geringere Luftdichte sein. Das berichtete ein amerikanischer Forscher auf der Jahrestagung der Amerikanischen Geologischen Gesellschaft in Seattle.
Kevin Williams vom Nationalen Smithsonian Luft- und Raumfahrtmuseum analysierte Bilder einiger Dünen und Sandwellen, welche die Sonde “Mars Global Surveyor” aufgenommen hatte. Die Sandwellen des Roten Planeten sind zwar genauso breit wie auf der Erde, doch sie sind doppelt so hoch, fand der Wissenschaftler.
Die geringere Anziehungskraft des Mars könnte bewirken, dass sich die Sandwellen dort höher auftürmen. Da die Anziehung nur etwa ein Drittel so groß ist wie auf der Erde, können nicht nur Sandkörner, sondern auch Schlamm, Erde und Staub höher gestapelt werden. Doch unterschiedliche Windgeschwindigkeiten, die viel geringere Dichte der Atmosphäre oder andere Faktoren schließt Williams als mögliche Ursachen ebenfalls nicht aus.
Wie sich die Sandgebilde auf dem Mars formen, ist bisher unbekannt. Auf der Erde bilden Wind oder Wasser die langen, parallelen Linien. Dünen entstehen, wenn Sandkörner dabei in die Luft geschleudert werden.
ddp/bdw ? Cornelia Pfaff





