Einen Quadrocopter, der durch die Kraft der Gedanken gesteuert wird, haben US-Forscher um Bin He von der University of Minnesota in Minneapolis vorgestellt. Der mit vier Rotoren ausgestattete Mini-Hubschrauber wird über ein sogenanntes Brain-Computer-Interface gelenkt – eine Schnittstelle zwischen Gehirn und Rechner. Dazu setzt sich der „Pilot” eine Art Kappe auf, die mit Elektroden die Hirnströme misst, wobei die Aktivität im motorischen Kortex wesentlich ist. Diese Hirnregion verarbeitet Bewegungen und erzeugt dabei kleine elektrische Ströme. Sie werden an den Computer weitergeleitet und in Steuerungssignale umgewandelt. Den Wissenschaftlern gelang es, das Fluggerät durch eine Turnhalle und sogar durch Ringe aus Luftballonen zu manövrieren. Sie haben ein Video des Experiments ins Internet gestellt: www.youtube.com/watch?v=rpHy-fUyXYk&feature=youtu.be.
Das Ziel der Entwicklung ist, gelähmten Menschen zu ermöglichen, ihren Rollstuhl mit Gedankenkraft lenken können. Ein anderes Einsatzgebiet könnte die Steuerung von Prothesen verschiedener Art sein.





