Eine Sonderrolle spielten die Reichsstädte. Ein entsprechendes Privileg etwa sicherte Nürnberg im 13. Jahrhundert den Vorrang vor Bamberg, schloss es doch konkurrierende Ansprüche des Bamberger Bischofs aus. Für Nürnbergs Aufstieg war jedoch auch das Geschick des Rats ausschlaggebend, der zollbefreite Handelsbeziehungen zu zahlreichen anderen Städten aufbaute. Hinzu kam ein differenziertes Gewerbe.
Fuhrmann gelingt es, das In‧einanderwirken verschiedenster Aspekte bei der Herausbildung der Stadtlandschaften schlüssig darzustellen, seien es die Bautechnik, die Versorgungslage, die Territorialentwicklung oder die Aktivitäten der städtischen Gemeinde. Stets wird zudem deutlich, auf welche Quellen sich die Forschung beziehen kann. So entsteht ein dichtes, anschauliches Bild europäischer Städte, deren Luft zumindest die meisten Bewohner tatsächlich freier machte.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger




