
Wolken können die unterschiedlichsten Formen annehmen – von zarten Schleiern und schmalen Bändern über luftige Wattebäusche bis hin zu massigen Türmen. Wer in den Himmel schaut, erblickt immer wieder andere Strukturen. Manche Wolkenformen entziehen sich dem Betrachter am Boden jedoch völlig. Dies ist zum Beispiel bei den sogenannten Actinoform-Wolken der Fall.
Diese besonderen Wolkensysteme entstehen meist im Umfeld niedriger Haufenschichtwolken (Stratocumuli) über dem offenen Ozean und erreichen mitunter eine Ausdehnung von 300 Kilometern. Erst mit den Augen eines Satelliten aus dem All betrachtet, sind ihre geometrischen Formen daher gut zu erfassen.
Das Bild dieser Wolken-Rosetten hat der NASA-Satellit “Aqua” Ende Januar vor der Westküste Australiens aufgenommen – ein ungewöhnlicher Entstehungsort. “Diese Szene ist interessant, weil sie sich etwas nördlich der typischen Stratocumulus-Region westlich von Australien abspielt”, sagt Michael Garay vom Jet Propulsion Laboratory der NASA.
Wie diese faszinierenden Wolken entstehen, ist übrigens weitestgehend unbekannt. Forscher gehen davon aus, dass womöglich Aerosole eine Rolle für die Musterbildung spielen. Doch so weit vom Land entfernt können solche Partikel in diesem Fall kaum der dominierende Faktor sein, wie Garay erklärt.





