Durch einen Hirnschlag wurde ein 66jähriger Japaner vom Stottern befreit. Der Mann war in tiefem Koma ins Krankenhaus eingeliefert worden, wo ihn die Neurologin Akiko Muroi und ihre Kollegen von der Fukushima Medical University behandelten. Als der Mann einige Tage später zu sich kam, stellten seine Familienangehörigen überrascht fest, daß er absolut fließend sprach, obwohl er sein Leben lang gestottert hatte. Auch seine Persönlichkeit hatte sich verändert: Aus einem wortkargen, ernsten Mann war ein fröhlicher, fast kindlicher Mensch geworden. Aufgrund der Untersuchung dieses Patienten und wegen Berichten über Hirnschläge, die Stottern ausgelöst haben, vermutet Muroi, daß eine Nervenverbindung zwischen dem Thalamus – einer wichtigen Schaltstelle im Zwischenhirn – und dem Gehirnzentrum für Bewegungssteuerung für die Störung beim Stottern verantwortlich ist.





