Mit einem speziellen Antikörper will Thomas Hünig von der Universität Würzburg dem Immunsystem des Körpers auf die Sprünge helfen. Bei einer Chemo- oder Strahlentherapie im Rahmen einer Krebsbehandlung bricht das Abwehrsystem des Körpers gegen Infektionen weitgehend zusammen und benötigt meist etliche Monate zur Erholung. In dieser Zeit sind die Patienten für Infektionen besonders anfällig. Der Antikörper knipst deshalb in den T-Zellen des Immunsystems einen CD28 genannten „Hauptschalter” an, auch wenn keine Infektion vorliegt. Tierversuche an Ratten zeigen, dass sich die so aktivierten T-Zellen nach einer Strahlentherapie erheblich schneller vermehren, wenn die Tiere mit dem Antikörper behandelt werden. Das Immunsystem der Nager erholt sich anscheinend so gut, dass es Krankheitserreger wieder zuverlässig angreift.
Hans Groth





